Großhügelgrab Birkle


 

            So könnte der Grabhügel ausgesehen haben

 

An dieser Stelle erhob sich ein frühkeltischer GROSSGRABHUEGEL.

der Durchmesser 42m - Höhe 7m sein Gesamtvolumen 4000 m³ Erde,  umgeben von einem Kreisgraben von  3,5 - 4,5m Breite,  so müsste dieser Großgrabhügel  vor ca  2500 Jahren ausgesehen haben. Er gehört zu den Grabmonumenten einer frühkeltischen Oberschicht, die um 420 v. Chr. aufdem Hohenasperg ansässig war.

 

 

Wenn es heute möglich ist, solche Aussagen zu machen, so beruht das auf der jahrzehntelangen Erfahrung archäologischer Arbeit der Denkmalpflege in BadenWürttemberg.

 

 

Es geht heute nicht nur um die Entdeckung archäologischer Fundstellen, sondern um ihre Bewahrung und Rettung, dort wo sie bedroht sind. Vielerlei Methoden wirken zusammen, wenn es darum geht, unsere ferne Vergangenheit zu erfahren und ihre Spuren zu schützen.

Die Begehung von Geländen gehört zu den ältesten Erkundungsmethoden. Begehungen erfordern neben einem geschulten Auge viel Erfahrung, um das Entdeckte, wie Tonscherben, Verfärbungen auf frisch gepflügten Erdoberflächen entsprechend deuten zu können. Auf diese Weise wurde unter anderem das Grab des Keltenfürsten bei Hochdorf entdeckt.

 

Für den Blick von oben helfen dem Archäologen Luftaufnahmen. So geben sich leichte Geländeveränderungen  alter Zeit wie Wälle oder Grabhügel durch Schattenwürfe, z.B. bei winterlich tiefstehender Sonne zu erkennen.

Im Sommer und Herbst sind es die unterschiedlichen Reifungsbedingungen des Getreides auf Mauerzügen oder über Gräben, die die Grundrisse kenntlich machen. Geophysikalische Methoden, wie geoelektrische und geomagnetische Messungen ermöglichen es, Erdwälle, Mauerreste und Aufschüttungen bei geschlossener Erdoberfläche sichtbar zu machen.

 

 

Grundsätzlich gilt, dass archäologische Ausgrabungen in die Hände von Fachleuten und nicht in die von selbst ernannten Hobbyarchäologen gehören.

 

 

Nur so kann gewährleistet werden, dass die empfindlichen Hinterlassenschaften der Vorzeit gesichert und faszinierende Einblicke in das Leben längst vergangener Epochen  ermöglicht werden können.

 

 

Luftbilder und Bodenbohrungen haben auch beim  "Birkle"  genauere Aufschlüsse über das Ausmaß des Großgrabhügels gebracht.

Doch auch der Flurname weist bereits auf das hin, wonach die Forschung gesucht hat: So steht das "le" im Eigennamen Birk "le" für die mittelhochdeutsche Bedeutung "Hügel"

 

 

                                                                                                                                 Quelle: www.Ditzingen.de