Das "Reiche  Frauengrab"


 

 
 

 
 
 

Der jungen Keltin, deren Grab man 1951 bei Umbauarbeiten mitten in Schöckingen fand, hatte man wertvollen Schmuck angelegt. Sie trug einen Bronzehalsreif und eine Kette aus rosafarbenen Korallenperlen. Beide Arme schmückten je drei Goldbänder, am rechten Knöchel lag ein Fußring aus Bronze. Gerade an diesem Grab wird der Unterschied zu den reich ausgestatteten Kammern der hochstehenden Mitglieder der Gesellschaft deutlich. Zwar besaß diese Dame reichen Schmuck, vielleicht ihr wertvolles Heiratsgut, doch fehlen die für ein Grab der Oberschicht wichtigen Bestandteile wie Bronzegeschirr, Wagen und Importgüter. Die unterschiedliche Ausstattung der Gräber gibt zu erkennen, dass die Kelten in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaftsordnung lebten.

 

                                           Quelle: www.ditzingen.de