Vaihingen a.d. Enz


 

 

Vaihingen an der Enz besteht aus den neun Stadtteilen (Einwohnerzahlen Stand August 2012 in Klammern) Aurich (1.551), Ensingen (2.457), Enzweihingen (3.802), Gündelbach (1.171), Horrheim (2.575), Kleinglattbach (4.533), Riet (931), Roßwag (1.193) und Vaihingen an der Enz

Das Rathaus

Das Rathaus wurden ab 1720 an der Stelle des beim Stadtbrand von 1693 zerstörten Vorgängerbaus nach den Plänen von Johann Ulrich Heim errichtet.

Eine Besiedlung der Gegend um Vaihingen ist seit dem Frühneolithikum nachweisbar. Grabungen der vergangenen Jahre haben eine große Siedlung sowie zahlreiche Bestattungen der Linearbandkeramik (bandkeramische Kultur) freigelegt.[4]

Gegen Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus dringen Germanen in das Gebiet ein und gründen die meisten heutigen Ortschaften.

Die erste urkundliche Erwähnung könnte schon 779 stattgefunden haben, es ist jedoch nicht geklärt, ob es sich um Vaihingen oder die längst aufgegebene Siedlung Vöhingen bei Schwieberdingen handelt.

Um 1230 legt Graf Gottfried von Vaihingen (1189–1234) zwischen der schon 1096 erwähnten Burg Vaihingen (dem heutigen Schloss Kaltenstein) und der dörflichen Siedlung bei der Peterskirche die Stadt Vaihingen an. 1252 wird Vaihingen in einer Urkunde ausdrücklich als Stadt bezeichnet. Nach dem Stadtbrand von 1291 verkaufen die Vaihinger Grafen große Teile ihres Besitzes. Stadt und Burg Vaihingen kommen über den Markgrafen von Baden 1334 an die Grafen von Oettingen und 1339 an die Grafen von Württemberg. Vaihingen wird Amtsstadt, später Oberamtsstadt.

 

Unter Kaiser Karl V. wird 1519 Herzog Ulrich von Württemberg aus seinem Land vertrieben. Neuer Landes- und somit auch Stadtherr ist Kaiser Karl V., der Württemberg seinem Bruder Ferdinand abtritt. Mit Hilfe evangelischer Fürsten erobert 1534 Herzog Ulrich sein Land zurück und führt die Reformation ein, Vaihingen wird Sitz eines Dekanates. Im Schmalkaldischen Krieg (1546–1547) wird Vaihingen 1547 von spanischen Truppen besetzt.

Durch einen Brand im Jahr 1617 wird das Viertel zwischen Heilbronner Straße und Stuttgarter Straße zerstört. Ein Jahr später wird das Wohnviertel hinter dem Rathaus samt Stadtkirche Opfer einen weiteren Brandes.

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) bringt auch in Vaihingen Not und Elend. Wechselweise sind Truppen der Protestanten und der Katholiken in Vaihingen einquartiert. Durch Plünderung und Requirierungen kommen Ackerbau und Handel zum Erliegen, es entstehen Hungersnöte. 1635 wütet die Pest, was die Einwohnerschaft weiter stark dezimiert. Es dauert trotz Einwanderung vertriebener Protestanten lange bist der Vorkriegsstand von etwa 1500 bis 1600 Einwohnern wieder erreicht ist. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) wird 1692 Vaihingen von den Franzosen geplündert und brennt 1693 fast vollständig ab. Innerhalb der Stadtmauern bleiben nur etwa 20 Häuser von den Flammen verschont. Ab 1697 wird die Stadtkirche wieder aufgebaut, 1720 erfolgt der Wiederaufbau des Rathauses.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714), des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) und in den Koalitionskriegen 1792–1815) marschieren immer wieder Truppen durch die Stadt oder werden einquartiert. 1784 vernichtet ein Stadtbrand 30 Häuser.

 

 

 

 

 

Wappen der Stadt Vaihingen an der Enz

 

 

Nach einer durch Missernten und Viehseuchen verursachten Hungersnot beginnt 1816/1817 ein wirtschaftlicher Aufschwung. Die Stadt wird zu klein. 1829 wird im Nordosten ein neues Tor errichtet, im Norden entsteht eine Vorstadt. In der Folge der Revolution von 1848 kommt es zu einer Wirtschaftskrise, verursacht durch Missernten und Inflation. Dieses veranlasst viele zur Auswanderung.

 

Die Peterskirche ist die älteste Kirche der Stadt. Sie wurde in der Zeit der Hochromanik im 12. und 13. Jahrhundert an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 9. bis 10. Jahrhunderts erbaut. 1490 und 1667 erfolgten Umbauten und Erweiterungen. Bis 1840 wurde die Peterskirche als Friedhofkirche genutzt. Heute beherbergt sie das Städtische Museum, das Kirchenschiff wird als Ausstellungs-, Konzert- und Vortragssaal genutzt.

 

 

Das Schloss liegt auf einem Bergrücken über der Stadt und ist dessen Wahrzeichen. Es wird 1096 erstmals urkundlich als Burg Vaihingen erwähnt, wurde im 16. und 18. Jahrhundert umgebaut und dient heute als Jugenddorf.

Quelle und weitere informationen: WWW.Wikipedia.org